Folge 1
Die Glocken von Zelsow
Die Sage vom verschwundenen Dorf
Ein verschwundenes Dorf, drei Glocken und eine geheimnisvolle Stimme aus dem Wasser – die Geschichte von den Glocken von Zelsow zählt zu den rätselhaftesten Sagen aus der Uckermark in Brandenburg.
In dieser Folge von „Brandenburgs dunkle Geheimnisse“ geht es um die Sage vom untergegangenen Dorf Zelsow und die Glocken seiner ehemaligen Dorfkirche.
Am Johannistag soll eine Frau am Ufer eines Sees drei ungewöhnlich große Steine entdeckt haben. Als die Uhr ein Uhr schlägt, hört sie plötzlich eine Stimme aus dem Wasser:
„Anne, Susanne, wenn du mit wist, dann kumm, wi goahn to Lanne.“
Kurz darauf verschwinden zwei der Steine im Wasser. Der Überlieferung nach soll es sich bei diesen Steinen um die Glocken der Kirche von Zelsow gehandelt haben.
Eine der Glocken soll später geborgen und mit sechzehn Pferden und zwölf Ochsen nach Göritz gebracht worden sein, dort soll sie bis heute hängen.
Sage oder Wahrheit?
Was steckt wirklich hinter der Geschichte? Gab es das verschwundene Dorf Zelsow tatsächlich? Was lässt sich historisch über den Ort und seine Kirche belegen, und was gehört ins Reich der Sage?
In dieser Folge gehen wir der Geschichte der Glocken von Zelsow auf den Grund und folgen den Spuren eines Ortes, der aus der Landschaft und den Karten verschwunden ist, aber in den Erzählungen der Uckermark weiterlebt.
Eine Geschichte ein verschwundenes Dorf, versunkene Glocken und die Grenze zwischen historischer Wahrheit und regionaler Sage.
Quellen und Hinweise
Die Folge basiert auf der überlieferten Sage von den versunkenen Glocken von Zelsow in der Uckermark.
- Landkreis Uckermark: Sagen und Erzählungen aus der Uckermark – Zelsow und die versunkenen Glocken.
Die Geschichte wird als Sage und Überlieferung erzählt. Nicht alle darin geschilderten Ereignisse sind historisch belegt. Besonders die Zerstörung Zelsows durch die Hussiten, das Versenken der Glocken, ihr Auftauchen am Johannistag und der Transport der Glocke nach Göritz gehören zur Überlieferung.
Die Sage wurde für den Podcast sprachlich bearbeitet und in eigenen Worten nacherzählt.